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Wo bleibt die Zeit (12) - Neue Väter oder alles beim Alten?

Wo bleibt die Zeit (12) - Neue Väter oder alles beim Alten?

In welcher Weise sich Männer und Frauen die Kinderbetreuung teilen, hängt nicht nur von Traditionen und persönlichen Neigungen, sondern auch stark von der Erwerbstätigkeit des Partners/der Partnerin ab.

Erwerbstätige Frauen mit Kindern unter 6 Jahren wenden für die Betreuung ihres Nachwuchses mit 2 ¼ Stunden doppelt so viel Zeit auf wie erwerbstätige Männer, nicht erwerbstätige Frauen mit 3 ¼ Stunden sogar etwa das Dreifache.

Mit steigendem Alter der Kinder reduziert sich die Betreuungszeit spürbar. Bei Paaren, deren jüngstes Kind zwischen 6 und 18 Jahren alt ist, macht sie weniger als ein Drittel der Zeit aus, die Eltern mit Kindern unter 6 Jahren aufwenden.

Dabei verändert sich die Verteilung der zeitlichen Belastung auf Mütter und Väter kaum.

Das Hinbringen und Abholen vom Kindergarten, der Schule oder den Freunden nimmt bei Müttern – abhängig vom Alter der Kinder – einen beachtlichen Teil der Betreuungszeit ein. Ist das jüngste Kind unter 6 Jahren, liegt der Anteil bei erwerbstätigen Frauen bei 15%.

Bei älteren Kindern wächst er auf fast ein Viertel der Kinderbetreuungszeiten. Der tägliche Zeitaufwand in Minuten reduziert sich jedoch. Eine deutliche Zunahme der Fahrdienst und Wegezeiten lässt sich in den vergangenen 10 Jahren lediglich bei den nicht erwerbstätigen Müttern feststellen.

In Familien mit Kindern unter 6 Jahren haben diese Zeiten um die Hälfte zugenommen, bei älterenKindern haben sie sich etwa verdoppelt.

Job, Kinder und die Arbeit im Haushalt zeitlich unter einen Hut zu bekommen, erfordert gute Organisation.

Zeit für Atempausen bleibt wenig, vor allem wenn die Kinder klein und die Frauen erwerbstätig sind. Wie sieht nun der Alltag ganztags erwerbstätiger im Vergleich zu dem nicht erwerbstätiger Mütter aus?

In Paarhaushalten mit Kindern im Vorschulalter arbeiten Frauen mit Doppelbelastung von Montag bis Freitag täglich gut 3 ½ Stunden weniger für Haushalt und Familie. Dabei wird nicht nur die Hausarbeit auf das Notwendige reduziert, auch die Kinder haben von ihren erwerbstätigen Müttern rund 1 ½ Stunden weniger am Tag.

Zusammen mit der Erwerbsarbeit ergeben sich dennoch knapp 11 ½ Stunden Arbeit – 2 ½ Stunden mehr als bei nicht erwerbstätigen Frauen. Daneben geht die Doppelbelastung vor allem zu Lasten persönlicher Erholung, wie Schlafen, Essen und Körperpflege; erwerbstätige Mütter müssen hierfür mit 1 ¼ Stunden weniger auskommen.

Auch wenn die Zeiten für familiäre Arbeiten am Wochenende geringfügig zunehmen, steht für vollzeiterwerbstätige Mütter samstags und sonntags Erholung auf dem Programm, sowohl im persönlichen Bereich als auch was Hobbys, Sport oder Massenmedien betrifft.

Nicht erwerbstätige Mütter reduzieren zwar am Wochenende ihre Arbeit für Haushalt und Familie deutlich: Sie leisten aber immer noch ein Arbeitspensum von 7 ½ Stunden am Samstag und 6 Stunden am Sonntag.

Quelle: Statistisches Bundesamt





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